Der Bunker auf dem Selterhof bei Treuenbrietzen und sein Zwillingsbruder

DSC_2512 Der Beitrag hier ist sicherlich nur für Bunkerbekloppte wie ich einer bin interessant, aber ist ja immerhin mein Blog hier.

Die Firma Kopp und Co. besaß bereits die Metallwarenfabrik Treuenbrietzen Werk A (Sebaldushof) und baute 1933 eine zweite Munitionsfabrik, das Werk S – Selterhof. Für die Produktion wurden zunächst Arbeitskräfte aus der Region, dann dem Rheinland, Sudetenland und Österreich und später Zwangsarbeiter aus den besetzten Gebieten eingesetzt.

Nach dem Krieg wurde die Firma Kopp und Co. enteignet und die Maschinen, Werkhallen in die Sowjetunion transportiert. Lediglich das Zwangsarbeiterlager Selterhof wurde stehen gelassen. Zunächst wurde es als Umsiedlerlager benutzt, danach als Quarantänestation für Heimkehrer aus der Kriegsgefangenschaft.

Anschließend folgte noch die kasernierte Volkspolizei, die dann von einer russischen Nachrichteneinheit abgelöst wurde, die dort bis zu Ihrem Abzug blieb.

Die Gebäude verfielen danach zusehends und wurden schließlich abgerissen. Heute ist das ganze Areal eingezäunt und es entsteht dort ein Solarpark.

Lediglich der Nachrichtenbunker wurde stehen gelassen, aber dicht gemacht um als Brutstätte für Fledermäuse zu dienen.

Der Bunker kam mir vor einigen Wochen wieder den Sinn, als ich in Altengrabow unterwegs war. Denn dort fand sich ein ganz ähnlicher Bunker. er war nahezu identisch mit dem im Selterhof und auch offen zugänglich. Für Insider: lediglich der komische Anbau aus dem Selterhof war nicht vorhanden.

Bunkerimpressionen aus Altengrabow:

 

 

Große Bitte:

Weder ich, noch der Heimatverein, besitzen Fotos der Gebäude des Selterhofs. Sollte mir jemand was zukommen lassen können, so wäre ich sehr dankbar.

Leider hatte ich als Jugendlicher noch keinen Fotoapparat und bin nur so durch die Lande gestromert.


Über Kai

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