Beim Aufräumen fand ich einige alte Rechnungen in meinen Papieren, hier eine die ich Euch nicht vorenthalten möchte.
So hatte ich gleich mein erstes Weihnachtsgeld nach der Ausbildung verprasst. Vobis im Sterncenter gibt es nicht mehr – den PC auch nicht.
1217 EUR für einen Athlon XP 2000+ mit sagenhaften 512 MB Arbeitsspeicher – die Festplatte mit 40 GB war natürlich auch nicht zu verachten. Wahnsinn wie sich die Komponenten verbessert haben, die gefühlte Geschwindigkeit aber immer die gleiche bleibt.
Der russische Fotograf und Photoshopper Sergey Larenkov vermischt historische Aufnahmen mit Fotos aus der Gegenwart. Neben Leningrad, Prag und Wien hat er dies auch mit Berlin gemacht:
Diesen überlangen Titel trägt ein Werk, das August von Kotzebue im Jahr 1807 schrieb. Interessant wurde es für mich als Heimatforscher natürlich durch den Titel, der ja den Namen meiner Wahlheimat beinhaltete. Doch über Treuenbrietzen war dem Buch nicht viel zu entnehmen – es war mehr oder weniger ein triviales Lustspiel – wofür Kotzebue ja auch bekannt war.
Ich stelle das Werk hier nun dem interessiertem Leser zum Download zur Verfügung, da ich es noch nirgends im Netz gefunden habe:
Es stellte sich mir die Frage warum August von Kotzebue sein Lustspiel ausgerechnet in Treuenbrietzen spielen ließ, denn seine Biographie hatte nichts mit der märkischen Kleinstadt zu tun:
Auch wenn ich gerne von tausend anderen Themen schreibe, so soll doch auch die brandenburgische Heimatkunde in meinem Provinzblog nicht zu kurz kommen.
Vor zwei Monaten stellte ich hier im Blog eine Reihe von Videos vor, die Treuenbrietzen im Jahr 1990 zeigten. Nun hat sich der Youtube User rezlab44 die Mühe gemacht ein Video zu erstellen wo er die Veränderungen zwischen 1990 und 2010 gegenüberstellt:
Teil1:
Teil 2:
Teil 3:
Desweiteren war er so nett einen Film aus dem Jahr 1973 hochzuladen – die Verzerrungen in dem Film wirken angenehm surreal:
Danke an rezlab44 und videohai1 für die fanszinierenden Aufnahmen – finde es sehr gut wenn solche einmaligen Aufnahmen nicht im Schrank vergammeln, sondern der Allgemeinheit zur Verfügung gestellt werden.
Viele Treuenbrietzener werden es in der Märkischen Allgemeinen gelesen haben, aber auch größere Zeitungen wie der Tagesspiegel, die Welt und Berliner Zeitung, sogar polnische Blätter berichteten Ende 2008 über die Aufnahme eines Strafverfahrens gegen Unbekannt wegen des Massakers an der Treuenbrietzener Zivilbevölkerung am 23. April 1945.
Ich habe das schöne Wetter heute morgen genutzt um mal wieder ein wenig durch die Gegend zu streifen. Das Ziel heute war der Bahnhof Treuenbrietzen der bereits 1894 als Teil der Strecke Jüterbog – Treuenbrietzen entstanden ist. Der Bahnhof war teil der sogenannten Umgehungbahn – einer Bahnstrecke die westlich und nördlich um Berlin führt. Sie verläuft von Jüterbog über Treuenbrietzen, Beelitz, Potsdam, Wustermark, Nauen und Kremmen nach Oranienburg.
Im Jahr 1904 war der Bahnhof Treuenbrietzen auch Teil der Brandenburgischen Städtebahn, die die Strecke Treuenbrietzen–Belzig–Brandenburg–Rathenow–Neustadt (Dosse) bediente. Vor allem der Güterverkehr war damals am Boomen. Im Jahr 2010 ist der Bahnhof nur noch ein Schatten seiner selbst:
Heute morgen bin ich bei Mister Honk über einen Beitrag gestolpert, in dem es um alte Postkarten von 1900 geht die das Leben im Jahr 2000 zeigen. Da ganze sieht dann so aus:
Vorhin bin ich über zwei Videos bei Youtube gestolpert, die Treuenbrietzen am 27.2.1990 zeigen. Es ist erstaunlich wie viel sich unbemerkt über die Jahre verändert hat. Aber seht selbst:
Zunächst sehtihr dort Filmaufnahmen aus Beelitz – ab 7:35 geht es dann mit Treuenbrietzen los.
Hier noch der Teil 2, samt Heldenhain mit Obelisk und Gewölbekeller in den Kammerspielen:
In Brück betreibt dieDeutsche Telekom AGeinen Antennenmessplatz. Herausragendste Bauten dieses Messplatzes sind die beiden 1963 errichteten 54 Meter hohenHolztürme, die ohne Verwendung von Metallteilen hergestellt wurden. Sie dienen zur Aufnahme von auszumessenden Antennen.
Durch die metallfreie Konstruktion dieser Türme ist ein ungestörtes Ausmessen derAntennendiagrammemöglich.
Ein dritter, 1958 errichteter Holzturm, der die Bezeichnung „Messturm I“ trug, wurde 1979 bei einem Brand zerstört.
Von 1965 bis 2000 existierte in Brück eine Kurzwellen-Versuchsantenne. Allerdings diente diese Antenne weniger dem Sendebetrieb, sondern eher dem Test der Witterungsbeständigkeit der Antennenmaterialien.
Nun scheint es jedoch das letzte Stündchen des einen Turmes zu schlagen, denn am nächsten Mittwoch soll der Messturm II gesprengt werden, wie die MAZ berichtet.
Im Oktober habe ich den Antennenmessplatz besucht und zwei kurze Filme gedreht:
und Teil 2 mit den Türmen:
Ich vermute, dass auch der Rest des Areals in Zukunft geschlossen oder gar beseitigt wird.
Am 17. Oktober 2009 wird in Treuenbrietzen im Rahmen einer Fotoausstellung, sowie einer Stadtführung der Wandel in den letzten 20 Jahren betrachtet. Im Anschluss daran gibt es eine Diskussionsrunde zum Austausch der persönlichen Wendeerfahrungen.
Der Provinzblogger nimmt das zum Anlass sein Archiv zu öffnen und ab und an ein paar DDR Fotos von Treuenbrietzen zu veröffentlichen.
Den Anfang macht die Polytechnische Oberschule W. I. Lenin: