Printmedien vor dem Aus?

Bill Gates ist der Meinung Printmedien stünden vor dem Aus. Die Rasante Verbreitung des Internet würde dazu führen, dass schon in 4 oder 5 Jahren 40-50% der Informationen, die derzeit klassische Printmedien unter das Volk bringen online abgerufen würden.
Tatsächlich liegt das Medium Internet in der Gunst der Deutschen wohl schon auf Platz 3 nach Fernsehen und Radio.
Wenn es um Reiseinformationen geht hat das Internet wohl schon die Printmedien abgelöst.
Doch Printmedien haben unverkennbar Macht und laut Norbert Bolz ( Philosoph und Medientheoretiker ) eine Zukunft.
Die Printmedien (wie etwa Zeitungen) sind geradezu omnipräsent und fast jederzeit verfügbar. Gerade in Zeiten erhöhter Mobilität dürfte es wohl vom Kosten/Nutzen-Faktor her günstiger sein sich eine Zeitung zu kaufen als sich mittels eines Mobilgeräts ins Netz einzuwählen und sich dort auf dem Zeitungsmarkt zu orientieren.
Eine beträchtliche Zahl der Meldungen, die im Netz zu finden sind stammen von Redaktionen klassischer Printmedien, die ihre Bekanntheit über das Netz steigern und kostenlose Artikel im Internet eher als Werbung für Ihr Produkt nutzen nämlich die Printausgabe, die teils detailiertere Informationen bietet bzw. für zu bezahlende Downloadartikel.
Kostenlose Meldungen im Netz machen das Internet natürlich attraktiv für den Verbraucher, doch würde den Printmedien ernsthaft eine Gefahr durch das Internet entstehen, dann würden Sie wohl auch aufhören kostenlos Meldungen zur Verfügung zu stellen und vermehrt downloadbare Artikel gegen Gebühren anbieten ( tatsächlich verstärkt sich der Trend zu kostenpflichtigen Informationen durch professionelle Redaktionen ), denn von luft und liebe allein können die Redakteure und Journalisten ja nicht leben. Ist jedoch die Information im Internet nicht mehr Kostenlos, muss also der Verbraucher sowohl seine Onlinegebühren zahlen als auch für die Information an und für sich einen Obolus entrichten so sinkt die Attraktivität.
Es gibt eine Werbung für einen Internanbieter in dem eine frau in der Badewanne gezeigt wird, die vergnügt plätschernd im Internet surft und es offenbar genießt kabellos online gehen zu können. Doch wie praktikabel ist so etwas eigentlich?
Wer hat schon wirklich Lust ein ca 1000 Euro teures, elektrisches Gerät dem Risiko auszusetzen durch Feuchtigkeit zerstört zu werden ( Von möglichen Nebeneffekten, wenn sich die Energie der Batterie im Badwasser entlädt mal ganz abgesehen ).
Wer kann sich wirklich einen Pocket-PC leisten um einigermaßen komfortabel unterwegs elektronische Medien zu nutzen? Und wer will wirklich von Lesekomfort reden in Angesicht der relativ kleinen Bildschirme der Handies?
Ist ein E-book-Reader wirklich so praktisch, wenn man doch immer darauf angewiesen ist eine Batterie nachzuladen?

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