Verbot von Killer-Spielen – CDU und SPD sind sich einig

Nach einem Bericht aus RTL soll auf Geheiss der neuen Regierung ein Verbot von sogenannten Killergames durchgesetzt werden – so steht es zumindest im Koalitionsvertrag geschrieben. Dem Verbot würden beispielsweise als brutal eingestufte Ego-Shooter unterliegen, wobei völlig unklar bleibt, nach welchen Maßstäben die umstrittenen Spiele beurteilt werden sollen.
Die Politik, dabei unter anderem Bayerns Innenminister Günther Beckstein, stuft diese Spiele als gewaltfördernd ein und nennt diese im Zusammenhang mit der existierenden Gewalt in unserer Gesellschaft.
Unsere Jugendschutzgesetze waren bereits Anlass zum Lob aus den Reihen der EU, dennoch wird im Koalitionsvertrag eine drastische Verschärfung angestrebt.
Mit einem pauschalen Verbot dieser Spiele handelt es sich nicht allein um ein Verbot der Vermarktung. Vielmehr wird den Softwareschmieden Deutschlands die Herstellung von „Killerspielen“ im Sinne der Bundesregierung verboten, womit nicht einmal eine Exportabsicht des Softwareherstellers berücksichtigt bliebe.
Ebenso sollen der Besitz der umstrittenen Applikationen wie das Spielen unter Strafe gestellt werden.
Bayerns Innenminister Günther Beckstein soll zudem gesagt haben:
„Ich meine aber darüber hinaus, dass es keinen Sinn hat, wenn ein 20- oder 22-jähriger solche Spiele hat.“
Dies impliziert einen Angriff auf die Mündigkeit unserer Staatsbürger, welchen im Alter von 21 Jahren bereits Volljährigkeit zugesprochen wird.
Will uns der Innenminister damit erklären, dass die Volljährigkeit mit dem 30. Lebensjahr einsetzen sollte oder sieht der die Altersgruppe zwischen 20 und 22 Jahren als Risikogruppe? Vielleicht wird er den Sinn seiner Aussage im Laufe der Zeit näher erläutern.
Olaf Wolters, Mitglied des Bundesverband für Interaktive Unterhaltungssoftware, sieht die Unterhaltungssoftwarebranche als Sündenbock für die vorherrschenden gesellschaftlichen Probleme. Die Spieleindustrie will sich genau wie die betroffenen Konsumenten gegen dieses Verbot zur Wehr setzten.
Verbote wie diese prägen den Begriff der Demokratur, die in Deutschland mehr und mehr zu herrschen scheint. Sollte es der Bundesregierung gelingen, dieses Verbot erfolgreich durchzusetzen, liegt ein entsprechender Angriff auf die Filmindustrie nicht fern.
Der Weg der Zensur in einem mehr und mehr diktatorischen Staatsgebilde unter dem Deckmantel der Demokratie mit Sprüchen, wie „DU BIST DEUTSCHLAND!“?

9 Kommentare

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Nightmare
18. November 2005 um 12:06

Als ehemals begeisterter „Killer-Spiel“ zocker, würde ich fast behaupten, das die heutige Gesellschaft weit mehr Gewaltfördernd ist als jedes Computerspiel. Denn: Nichts ist so pervers und brutal wie die Realität!

WolArn
19. November 2005 um 08:49

Ich habe es noch nie verstanden, wie man an solchen Spielen wie EGO-Shooter Spass haben kann!
Ich finde es richtig das solche Spiele verboten werden, auch wenn wir weltweit das einzigste Land sind, wo so etwas verboten ist. Aber ein Land muß damit mal anfangen. Dann werden andere folgen, außer wahrscheinlich wiedermal die USA nicht, wo man sehr leicht in Waffenbesitz kommt, und dann damit wie in EGO-Shootern rumballern kann! 😮

LStrike
19. November 2005 um 19:55

Ich mag Deutschland langsam immer mehr !
Alles was den Oberen nicht passt wird verboten.
Vor einigen Jahren war noch das Fernsehen der Sündenbock für die Gewalt auf Deutschenn Straßen, heute sind es Computerspiele (und Konsolenspiele).
Als wenn ein Verbot diese Probleme lösen würde. Wie kann man nur glauben oder behaupten, dass allein „Killerspiele“ an Ereignissen wie Erfurt schuld sind?
Desweiteren würde ein Verbot nur noch den Schwarzhandel und das Raubkopieren fördern.
Auch wird (könnte) ein Industriezweig (Softwareindustrie) stark in ihrer Arbeit eingeschränkt, was einige Firmen dazu veranlassen könnte Deutschland den Rücken zu kehren, was ich ihnen in dem Fall nicht einmal verübeln würde.
Wozu wurde dann eigentlich die „JUSCHG“ (Nachfolgeorganisation der USK, hoffe das ist Richtig) gefründet?
Ich denke ein Verbot von „Killerspielen“ ist absolut überflüssig !
Gruß LStrike

mighty_LO
26. November 2005 um 13:15

Ich denke auch, dass ein Verbot so genannter „Killer-Spiele“ nichts bringt. Es mag sein, dass bei manchen Jugendlichen bestimmte Spiele die Gewaltbereitschaft oder eine realitätsferne Sicht begünstigen können – aber die Ursache für deren Anfälligkeit liegt bestimmt nicht in den Spielen, sondern im Umfeld der einzelnen Personen!
Wichtiger wäre es, jungen Leuten von vornherein die Instrumente an die Hand zu geben, sich durch bizarre Spiele nicht den richtigen Blick auf die Dinge verstellen zu lassen – etwa durch die (sry, wenn’s altbacken klingt) Vermittlung von Respekt, Nähe, Achtung vor dem anderen und dergleichen.
Man kann auch als definitiv friedliebender Mensch im echten Leben ein knallharter Counter-Striker in der Virtualität sein …
Herr Beckstein sollte mal lieber dafür sorgen, dass Jugendliche bessere Perspektiven bekommen, als sich allein in eine Ecke zu verkriechen, in der nur noch der PC der beste Freund ist und die Bestätigung allein durch einen Punktestand vermittelt wird.
Im Übrigen – Beckstein meint, solche Spiele gehörten nicht sinnvollerweise in die Hände von Anfang 20.Jährigen – denke ich, Leuten wie Beckstein sollte analog zu ihrem Denken sinnvollerweise die politische Betätigung untersagt werden … 😉

Nevermind
21. November 2006 um 19:33

Die „Killer-Spiele Verbot“-Kampagne verdient keinen Kommentar. Etwas besseres, als für ihre eigenen PR-Interessen so einen Blödsinn auszuspucken, kann man von der Politik nicht erwarten.
Politiker wie Herr Beckstein und ihm ähnliche konservative, korrumpierte Blutsauger gehören einfach verboten. Solche Leute reden zu hören schadet der allgemeinen Gesundheit und menschlichem Verstand.
Andererseits: Wer wirklich denkt, dass die Spiele Schuld für solche Tragödien tragen und deren Verbot alles schön und froh wiedergutmachen will, sollte sich nicht als logisch denkender Mensch bezeichnen.

Jadefalke
22. November 2006 um 09:51

Ein Verbot der sogenannten Killerspiele ist meiner Meinung nach völlig unnötig und wird keine Wirkung zeigen.
Ich selbst spiele seit über 16 Jahren Computerspiele. Dazu gehören auch Ego-Shooter beginnend mit C**tle W*lf*nst**n über Counter-Strike und derzeit Red Orchestra. Trotzdem ich in dieser Zeit sicher Millionen virtuelle Schüsse abgegeben habe, bin ich noch nicht auf die Idee gekommen mir eine Waffe zu besorgen und die Welt mal ein wenig für mich leiden zu lassen. Woran mag das wohl liegen? Dies ist die Frage die sich die Herren Politiker mal fragen sollten.
Warum gibt es Millionen mündige Menschen in Deutschland, welche diese Art Spiel gerne spielen und welche sich dadurch in keinster Art und Weise beeinflussen lassen?
Warum gibt es einige wenige, welche Amokläufe durchführen?
Gibt es überhaupt einen Zusammenhang zwischen den Computerspielen und den Amokläufen und wenn ja, ist er nicht einfach nur eine Erscheinung unserer Zeit?
Technische Mittel zur Vorbereitung auf eine solche Tat zu nutzen, ist doch wohl selbstverständlich. Vor 30 Jahren hätte
ein Amokläufer einen Plan der Schule erstellt und seine Tat darauf geplant. Heute erlaubt es ein Computer eine virtuelle dreidimensionale Umgebung zu erstellen, welche der Täter zur Vorbereitung nutzt. Das Computerspiel deswegen zu verbieten ist närrisch.
Statt pauschalisierend und mit politischem Aktionismus jetzt mal wieder die Computerspiele verantwortlich zu machen, sollten sich die Herren Politiker mal lieber mit den wirklichen Gründen für eine solche Tat beschäftigen.

zane
22. November 2006 um 12:15

das hieß also die vergewaltiger aus deutschland haben also ein spiel gespielt wo sie kleine kinder vergewaltigten das ist doch nicht zu glauben was die politiker hier rum erzählen das zeigt keine studie das die spiele dran schuld sind nur deutschland versucht alles voreillig.Die täter die soetwas verübeln sind meist Leute die gehänselt und geschlagen wurden und gefährliche drogen nehmen und depressiv handeln wie der amoklauf in amerika zeigt merkt man den tätern hass,rache und depessives denken/handeln.Oder der junge der hier in Deutschland im Knast aufgehangen gestorben ist der junge wurde erpresst etwas den wächtern zu erzählen und musste seine eigene kotze essen ist das auch in Videogames das man die eigen kotze isst naja ne ne ne
Die Gamer werden zu unrecht bestraft!!!

RaCe
5. Dezember 2006 um 18:51

des ist ja mal voll der müll was die labern dann müssten auch bücher mit gewaltverherrlichem Inhalt vreboten werden ich könnte wetten der wäre schon viel früher amok geloffen wenn er nicht cs gespielt hätte ich kann den scheiss nimma hören die sollen ncih immer alles auf die computerspiele oder auch musik schieben die sollten lieber mal das schulssystem überdenken fliegt man der schule steht man vor dem nichts und dann dreht man durch und nicht wegen computerspiele die trottel von Politiker

Marco 17
16. Mai 2007 um 21:52

ich als konsument von videospielen finde es übertrieben und einfach sinnlos. Derzeit scheinen sich die politiker wohl nicht mit wichtigeren themen auseinander setzen zu wollen. Den videospielen einen stempel zu verpassen ist immer schnell und einfach geschehen. Diese planlose „hexenjagd“ ist einfach naiv und dumm, da bestimmt keiner von den politikern solche spiele besitzt oder je gespielt hat, verstehe ich nicht wie man so schnell vorteilen kann. Die dürfen so ein gesetz nicht durchsetzen da wir eine keine randgruppe sind und jeder dritte jugendlich solche spiele zockt. Außerdem ist da noch die „games convesion“ die zur größten spiele-messe europas zählt (damit würden wir uns ins aus schießen). Und man darf nicht vergessen das schon über die hälfte aller spiele aus Japan oder den USA, bei uns wegen diesen bekloppten bedingungen, nicht zur verfügung stehen. Ob die politiker auch schon an konsequenzen gedacht haben bezweifle ich. Wenn die spiele verboten werden konsumieren wir sie aus dem ausland, was bedeutet das schmuggel und verkauf unter die ladentheke zum neuen trend werden. Die altersangaben sind schon lange völlig ok. Da braucht man nicht gleich eine vebot auszusprechen weil drei oder vier mann am rad drehen.

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