Springerimperium

Der „Tatort“, eine schon fast zur Institution gewordene Krimireihe der öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten, ist nicht unbedingt für seine hemmunglose Darstellung von Sex&Crime bekannt.
Dennoch beanstandete die „Bild“ , die in ihren moralischen Grundsätzen den Vorstellungen amerikanischer Medien nahe steht, Sex-Szenen, veröffentlichte diese beanstandeten Szenen und übte einen offenbar ausreichenden Druck aus.Der „Tatort“ mit den kritisierten Szenen wurde nun in Deutschland nur noch in zensierter Form ausgestrahlt. In Österreich konnte er in seiner ursprünglichen Fassung laufen.
Die Macht des Springerkonzerns scheint beachtlich, wie sich ja auch immer wieder in anderen Bereichen der öffentlichen Meinungsbildung feststellen lässt, dabei scheint es egal ob so manche Bildzeitungsmeldung schon als offensichtlicher Blödsinn entlarvt wurde. Die Formate des Springerverlags erfreuen sich in der Bevölkerung grosser Beliebtheit.
Wie gross wäre wohl die Macht, wenn dieser Verlag nun auch noch Fernsehsender mehrheitlich übernähme?
Diese Frage hatte sich auch das Bundeskartellamt gestellt, dass nach dem derzeitigen Stand der Ermittlungen genügend Gründe gegen einen Kauf der Pro7-Sat1-Gruppe durch das bekannte deutsche Verlagshaus sieht.
Nach Auffassung des Bundeskartellamts würden sich durch den Zusammenschluss die Wettbewerbsbedingungen auf dem Fernsehwerbemarkt verschlechtern, hieß es .

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