Rentenkürzung

Man wolle die Renten ja nicht kürzen heisst es, doch auch wenn man mit Nebelkerzen wirft und nette Scheinwelten fürs Volk errichtet so läuft es doch genau darauf hinaus..
Vorgegaukelt wird uns dass man die Renten nicht kürzen wolle, dass man es viel mehr alten Menschen ersparen wollte abseits zu stehen und sich überflüssig zu fühlen.
Das allerdings ist erlesen dreist gelogen, denn ganz klar stehen andere Interessen im Vordergrund. Es mutet zynisch an sich auch noch das Mäntelchen des Wohltäters umzuhängen. Scheinbar völlig ignoriert wird, dass viele junge Menschen arbeitslos sind und wohl ein Grossteil der Menschen über 50 sich sehr wohl auf den absehbaren Beginn der Rente freut und man sich keineswegs aufs Abstellgleis verfrachtet sieht sondern gewillt ist seinen Altersruhestand zu genießen.
Es wird geradezu so getan als wäre Arbeit ein Vergnügen der besonderen Art. Dabei wird Arbeit nicht umsonst bezahlt, denn es handelt sich keineswegs um eine Tätigkeit man aus reiner Lust heraus betreibt.
So manche Arbeit ist, was sich vereinzelte offenbar gar nicht vorstellen können, anstrengend und fordernd (Natürlich gibt es auch durchaus Arbeitsplätze, die man mit Leichtigkeit bis 90 ausfüllen könnte, weil man etwa ausser scheinbar klug, in Wahrheit aber schlichten Blödsinn daherreden oder unverschämt lügen nicht viel tun muss) und es dürften wohl nicht wenige sein, die schlicht nicht in der Lage sind ihrer Arbeit bis 67 nachzugehen.
Die Arbeitgeber fordern Frischfleisch und selbst das nicht mehr in der Menge wie es nötig wäre um allen einen Job zu geben, die einen suchen. Teils hört man mit 37 schon, man sei nicht mehr vermittelbar, da man zu alt sei. Ältere Arbeitnehmer sind nicht wirklich Wunschkandidaten.
Obwohl der Arbeitsmarkt voll ist mit jungen Arbeitskräften und obwohl ältere Arbeitnehmer sich immer öfter noch vor erreichen ihres Rentenalters auf der Strasse wiederfinden wird so getan als würden die älteren Arbeitnehmer dringend im betrieblichen Ablauf benötigt und als wären Ihnen ihre Stellen bis 67 sicher wären sie nur bereit so lange zu arbeiten.
Natürlich ist es denen, die ein höheres Renteneintrittsalter fordern klar, daß es keineswegs bedeutet, daß die Menschen bis zum 67. Lebensjahr arbeiten. Es bedeutet viel eher grössere Abschläge wenn man denn früher in Rente geht beziehungsweise es bedeutet, dass man länger von einem Arbeitslosengeld leben muss wenn man auf seine alten Tage seinen Job verliert.
Natürlich die Rentenkassen sind arg strapaziert. Zu wenige zahlen noch in die Kassen und zu viele müssen daraus versorgt werden.
Allerdings ist es schwer begreiflich, dass ausgerechnet und wieder einmal das fehlende Geld bei denen geholt werden soll, die es eigentlich nicht haben, wenn man doch zunächst einmal damit beginnen könnte die tagtägliche Verschwendung von Steuermitteln einzuschränken.
Solange Autobahnbrücken einsam und sinnlos ohne jegliche Autobahn in der Nähe auf grüne Wiesen gestellt werden, solange etwa die Bahn vom Steuerzahler bezahlte funktionstüchtige Züge mutwillig verschrottet anstatt sie zu verkaufen während gleichzeitig Subventionen vom Bund in Miliardenhöhe kassiert werden, solange Ämter nagelneues Inventar einer EU-Norm opfern und sinnfrei neue Schreibtische Kaufen weil bei den alten die Farbe nicht genehm ist, solange also Steuergeler mit vollen Händen verschwendet werden ist kaum Verständnis zu erwarten für Sanierungsmaßnahmen wie diese.

2 Kommentare

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wölffchen
13. Februar 2006 um 09:33

jaja, Arbeiten bis 67 oder gar 70 Jahre ? Wird bestimmt interessant, mir fallen da grad ein paar Berufe ein, die das leicht schaffen:
Polizei – mit 69 den Taschendieb nachsprinten ?
Busfahrer – mit 70 die Schulkinder fahren oder nach Spanien in den Urlaub ?
Chirurg – welcher Spaß – treffe ich die Schlagader etwa doch ?
dann noch die berühmten Dachdecker und Maurer, die körperlich schwer arbeiten müssen – aber wie kommt der Rollstuhl aufs Dach ???
der 66-Jährige Buchhalter, der im Jahre 2045 das neue Programm lernen soll ?
und, oh Gott – etwa Politiker, die mit 70 Jahren Deutschland regieren, dabei immer von ihrem Einsatz in Afghanistan erzählen und von der großen Panzerschlacht bei Teheran ? (die sie verlorenen haben)
Naja, aber das Ziel ist ja wohl klar:
RENTENKÜRZUNG
Man braucht sich ja nur die Stellenanzeigen anschauen:
„… in unserem jungen Team….“
„… zwischen 20 und 35 Jahren…“
ein AL mit > 45 Jahren ist ja so gut wie nicht vermittelbar – was machen wir mit denen ?
Und noch was:
Soll ich jetzt mein Geld für die Rente zurücklegen, oder soll ich konsumieren, damit die Wirtschaft wieder in Schwung kommt, und neue Arbeitsplätze geschaffen werden, und dann…. blah, blah, blah, laber, laber…..
Oh mann, ich weiß wirklich nicht, wo da alles noch hinführen soll….

Franko Plewinsky
21. Februar 2006 um 16:45

Hier eine nicht ganz zu ernst zu nehmende, aber auch nicht unbedingt als reinen Spass zu verstehende Antwort.
Eine nicht utopische Aussicht, da wird man auch noch gewarnt keinen Krieg der Generationen zu entfachen aber welche Generation hat uns denn den derzeitigen Kollaps serviert? Doch die Die uns z.B. das Wirtschaftswunder einreden wollte. Mit einem Kredit in vielen Billionen Höhe kann ich auch Wunder vollbringen. Sollen doch die Die es verbockt haben auch bezahlen, und nicht die nachkommenden Generationen in deren Pflicht nehmen. Mein Vorschlag wäre: Alle Altersversorgungen auf den soz.-Satz zu kürzen bis alle Ihre Schuld abgetragen haben. Es kann nicht sein das wir in Hamburg z.B. tausende von Pansionärs-Wittwen haben die ohne jemals einen Finger gekrümmt zu haben eine fettere Altersversorgung bekommen als ich jemals als als Gehalt erhalten werde.
Und wir müssen uns beeilen, das Geld ist knabb.

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