Schöpfungsmodell im Biologieunterricht

Auch in Europa wird ID salon- bzw. schulfähig, wie ein Biologieunterricht in Gießen leider zeigt.
Da eine staatliche Kontrolle dort durch das Landesgesetz eingeschränkt ist, gibt es auch kaum Einfluss auf die Lehrpläne. Das führt dazu, dass „Die machen, was sie wollen“
Gießen scheint das Kreationismuskernland Deutschland zu werden.
Nicht nur in der privaten August-Hermann-Francke-Schule – auch an der staatlichen Liebig-Schule wird ID geleehrt: Wie der Biologielehrer Meyer dem TV-Sender „Arte“ gegenüber erklärte, sei er Anhänger eines „Schöpfungsmodells“; des sogenannten „Intelligent Designs“. Und dies sei auch seinen Schülern in seinem Biologieunterricht zu vermitteln.
Auch das staatliche Schulamt Gießen ist nun in der Kritik geraten.
Wie die Frankfurter Rundschau berichtet, stamme der leitende Schulamtsdirektor Arno Bernhardt aus dem Umfeld der Bekenntnisschule.
Gegenüber der Zeitung bestätigte Bernhardt, Mitglied der Freien evangelischen Gemeinde in Gießen zu sein.
An beiden Schulen würde das „Schulbuch“- Evolution – ein kritisches Lehrbuch beim Biologieunterricht genutzt. Der Biologielehrer Meyer hat an diesen Buch mitgewirkt.
Für staatliche Schulen gibt es keine Zulassung im gesamten Bundesgebiet.
Dieses Buch wird über die Studiengemeinschaft Wort und Wissen e.V. vertrieben.
Wort und Wissen bietet auch Seminarwochenenden und Exkursionen für Schüler, Studenten bzw. Erwachsene an. Auch Vortragsdienst und Referate für Schulklassen und Gemeinden werden angeboten.
Verleger dieses Buches ist auch Mitbegründer der August-Hermann-Francke-Schulen in Hamburg, Gießen und Detmold. Was für ein Zufall.
Gibt es einen Trend zur ID und eine Abkehr von der Evolutionstheorie ?
Sehen wir uns die europäischen Nachbarn einmal näher an.
Nach einer Studie der Fachzeitschrift Science sind etwa 60 Prozent der erwachsenen Bevölkerung in Österreich von der Gültigkeit der Evolutionstheorie überzeugt.
Etwa 25 Prozent halten sie aber laut der Science-Publikation für falsch.
Damit liegt Österreich im unteren Mittelfeld mit Staaten wie Polen und Kroatien.
Die Eidgenossen stehen zu 62 Prozent hinter der Evolutionstheorie. 28 Prozent bezeichnen diese als falsch und glauben, dass sie von Gott erschaffen wurden.
In Island, Schweden, Frankreich und Japan akzeptieren 80 Prozent oder sogar mehr die Theorie von Darwin. Sicher spielt im Fall von Frankreich die strikte Trennung von Staat und Kirche eine wichtige Rolle für die hohe Akzeptanz der Evolutionslehre.
In Dänemark lehnen beispielsweise nur sieben Prozent der Erwachsenen die Evolutionstheorie rundweg ab.
Schlusslichter waren die USA und die Türkei.
Dass in den USA die Evolutionsbiologie von der Studienförderung gestrichen worden
ist, kann – wie das US-Bildungsministerium mitteilte – natürlich ein „Versehen“ oder ein Alarmsignal sein.
Streit um Studienförderung für Evolutionsbiologie und man fragt sich wie ein Ask1-Mitglied: Zurück ins Mittelalter ?

2 Kommentare

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Regina
4. Dezember 2006 um 15:50

hi, ich schreibe morgen ne bio arbeit über das alles und verstehe gar nix. ich finda das thema voll schwer oder ich bin zu dumm dafür. naja is ja auch egal jetzt.
bye

Blog der Ask1-Community
14. Februar 2007 um 11:43

Nachträglich alles Gute, den eigentlich war der Geburtstag von Charles Darwins (1809 – 1882) am 12. Februar.
Deswegen ein kleiner Blick auf den Stand: Intelligent Design vs. Darwin.
Religiöse Fundamentalisten versuchen den Biologieunterricht weiterhin

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