Frauen- und Kinderrechte

In vielen Staaten dieser Erde herrschen, was die Rechte der Frauen angeht, noch immer Zustände wie im Mittelalter. Viele von ihnen sehen sich aus wirtschaftlicher und technologischer Sicht fast auf einer Stufe wie die Industriestaaten der westlichen Welt – und haben blühende Geschäftsbeziehungen mit diesen. Doch blickt man auf die Entwicklung der Menschenrechte, und im Speziellen auf die Rechte der Frauen, wird relativ schnell deutlich, dass es hier noch keinen wirklichen Wandel gegeben hat. Und um die Unterdrückung und Misshandlung der weiblichen Bevölkerung zu sehen, muss man gar nicht so weit in den Osten oder Süden schauen. Die UNICEF weist daraufhin, dass die Missachtung der Frauenrechte auch die Rechte von Kindern einschränkt. Denn wenn Frauen einen schlechteren Zugang zur medizinischen Versorgung haben, droht auch dem Leib und Leben des Kindes Gefahr. Nach der Geburt drohen vor allem dem weiblichen Nachwuchs Benachteiligungen – wenn nicht sogar der Tod, weil der männliche Nachwuchs bisher ausblieb. Und auch Genitalverstümmelungen und Vergewaltigungen, die den Frauen anschließend als Ehebruch angelastet werden, sind keine Seltenheit.
Daher wird es Zeit, dass sich die internationale Staatengemeinschaft der Frauenrechte annimmt. Viele Staaten der westlichen Welt stehen in wirtschaftlichem und diplomatischem Kontakt mit solchen Staaten und können infolge dessen Sanktionen androhen und durchsetzen – leider stehen oftmals ökonomische Interessen im Weg.
Dabei kann die Gleichstellung der Frau für die Weltgemeinschaft wesentlich sinnvoller und profitabler sein, als kurzfristige ökonomische Ergebnisse:
So korreliert die Gleichberechtigung der Frau mit einer geringeren Geburtenrate in den westlichen Industriestaaten – was einem zu schnellen Bevölkerungswachstum entgegenwirken könnte, genauso wie den daraus erwachsenen Nachteilen und Problemen.
Auch könnte eine Gleichstellung bewirken, dass die Frauen nicht nur als billige Arbeitskräfte genutzt werden, sondern selber kaufen – und so die Nachfrage stärken und das Wirtschaftswachstum ankurbeln.
Und auch die Verbreitung von Geschlechtskrankheiten könnte durch die sexuelle Selbstbestimmung der Frauen gehemmt werden – und somit die Wirtschaftsleistung der Bevölkerung gestärkt werden.
Es gibt also auch genug ökonomische Gründe für Frauenrechte einzutreten – falls einem die moralisch-ethischen nicht handfest genug sind.

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