Bilderberg als PR- Maschine

„Da wir das diesjährige Treffen der Globalisten glücklicherweise in unserer eigenen Stadt haben, ist das gesamte Event kostenlos für kanadische Staatsbürger. Gehen sie gut essen mit der Elite und erfahren sie, was diese für uns in Zukunft auf Lager hat.“
So hieß es auf einem satirischen Flugblatt, das zur Zeit der letzten Bilderberg- Konferenz in Ottawa kursierte. Folgt man den Berichten über den ehemaligen Bilderberg- Kritiker Fehmi Koru, so könnte man glauben, dass zumindest die joviale Beschreibung des Treffens mehr Realitätsnähe offenbart, als der durchschnittliche Verschwörungstheoretiker für möglich gehalten hätte.

Fehmi Koru ist ein bekannter türkischer Reporter, der in der Vergangenheit als scharfer und entschiedener Kritiker der Bilderberger aufgetreten ist. Im Anschluss an die 54. Konferenz veröffentlichte er jedoch eine Serie von sechs Artikeln in einer konservativen türkischen Tageszeitung, aus denen hervorging, dass der Besuch in Ottawa seine Wahrnehmung der gesamten Bilderberg- Problematik tiefgreifend verändert hat. Im letzten Artikel der Reihe äußerte er die Hoffnung, auf das nächste Treffen eingeladen zu werden, das möglicherweise in Istanbul stattfinden wird.
In freundlich-respektvollem Ton wird auch auf der Internetseite von Friedbert Pflüger, Vorsitzender der CDU-Fraktion und Oppositionsführer im Abgeordnetenhaus von Berlin, über die Konferenz informiert:
„Bilderberg-Konferenzen wurden seit 1954 erst von ca. 2.000 Personen besucht. […] Am Rande der Konferenz traf sich Friedbert Pflüger mit seinem langjährigen Freund, dem ehemaligen US-Außenminister Henry Kissinger. Beide schauten sich das siegreiche Spiel der deutschen Nationalmannschaft gegen Costa Rica an.“
Über das Treffen in Ottawa wurde bekanntlich auch von Seiten der kanadischen Massenmedien mehrfach berichtet, doch die konkreten Informationen hielten sich – wie bei diesem Thema nicht anders zu erwarten – in engen Grenzen. Hatte Koru noch vor nicht allzu langer Zeit scharfe Kritik an Journalisten geübt, die an den Treffen teilnehmen, aber nicht über diese berichten, hielt er sich bei seinen jüngeren Veröffentlichungen ebenfalls an die Regeln der Bilderberger zur Geheimhaltung von konkreten Informationen und beschränkte sich auf eine ausführliche Darlegung seiner Gründe für die Teilnahme, sowie einige nicht zuzuordnende Zitate. Wer auf einen Bilderberg- Whistleblower gehofft hatte wurde schwer enttäuscht.
Der Verschwörungstheoretiker Tony Gosling von Bilderberg.org äußerte sich schon vor dem letzten Treffen zu Koru:
„Einige Leute haben mich gefragt, warum so ein lautstarker Kritiker von Bilderberg eingeladen wird – die Antwort ist, dass nur die mächtigsten Kritiker eingeladen werden. Die Bilderberger fürchten nichts mehr als weltweit dem prüfenden Blick der Presse ausgesetzt zu sein – also ist Koru jemand, den sie überzeugen müssen, Stille zu wahren und ihr ‚Freund‘ zu sein. Das hauptsächliche Ziel der Bilderberg- Treffen ist es, als private PR- Maschine ‚tickende Zeitbomben‘ wie Koru für ihre Agenda neoliberaler Globalisierung und Weltregierung einzunehmen.“
Journalisten, die zumindest einmal in ihrem Leben mit der hochverehrten Elite dinieren möchten, können sich also vorstellen, was sie zu tun haben. Je nach Bekanntheit des Mediums ist jedoch Vorsicht geboten, da es im Umfeld der Konferenzen durchaus schon zu Polizeiaktionen gegen unwillkommene Gäste wie etwa Alex Jones kam.
Nächste Konferenz in Istanbul?
Bereits zwei Bilderberg- Konferenzen fanden in der Türkei statt, 1959 in Istanbul und 1975 in Çeşme. Zahlreiche Beobachter sind sich sicher, dass die Bilderberger dieses Jahr der Türkei ihren dritten Besuch abstatten werden. Neben Fehmi Koru bestätigte u.a. auch der türkische Journalist Cengiz Çandar entsprechende Vermutungen. In Diskussionen zum anstehenden Treffen werden die beiden Istanbuler Hotels Conrad und Hilton als mögliche Kandidaten genannt, als Termin wird der Zeitrahmen vom 31. Mai bis zum 3. Juni gehandelt.

3 Kommentare

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Semiramis
12. Mai 2007 um 18:54

Das klingt für mich ganz schwer nach Gehirnwäsche…

Anonymous
30. Oktober 2007 um 16:57

ihr elenden lügner
aber was soll man machen
das ziel (alle gebiete zwischen nil und eufrat zu bekommen)werdet ihr schon bald erreichen
werden eigentlich extra leute angelockt um kommentare zu schreiben,damit ihr wisst wer bei euch&co. auf die schwarze liste kommt?
aber egal ma sehn was ihr so in den nächsten jahren bringt…

daniel widermann
23. Juli 2008 um 16:51

Verletze nicht das was du nicht töten kannst .Die brüderschaft wird scheitern.

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