Die Heeresversuchsanstalt Kummersdorf-Gut

DSC_0503Ab und an möchte ich Euch mal ein interessantes Ausflugsziel für den Hobbyfotografen und an der Heimatgeschichte interessierten vorstellen. Im Land Brandenburg existieren etliche Ruinen vergangener Zeiten, leider sind dort Schrottsammler und Sprayer extrem aktiv und diese Orte verkommen zusehends.

Bitte passt auf Euch auf wenn Ihr diese Lost Places besucht, oft sind dort offene Gullis, tiefe Löcher und Munitionsreste. Beachtet die Schilder vor Ort und fahrt nie alleine dorthin.

Heute stelle ich Euch die ehemalige Heeresversuchsanstalt Kummersdorf-Gut vor. Wikipedia sagt dazu lediglich folgendes:

In Kummersdorf-Gut befand sich vor 1945 das Heereswaffenamt der Wehrmacht, welches dort ein Entwicklungszentrum für neue Waffensysteme betrieb. Hierzu gehörte auch der Flughafen Sperenberg. So entwickelte unter anderen Wernher von Braun hier, bis zur Verlegung nach Peenemünde 1936, die Flüssigkeitsraketen A1 und A2. Aus Platzgründen konnten in Kummersdorf selbst jedoch keine größeren Raketen gestartet werden. Ab 1938 wurde in Kummersdorf auch auf dem Gebiet der Atomenergie geforscht.

Am 16. Juli 1934 kamen Dr. Kurt Wahmke und 2 Techniker bei einer Triebwerksexplosion ums Leben.

Seit Juni 2007 steht das Gelände der Heereswaffenversuchsanstalt unter Denkmalschutz.

Nach der Wehrmacht kamen die Russen, heute steht alles leer und kann teilweise besichtigt werden. Ein Verein erforscht das ganze Areal und bietet auch Führungen an.

Es ist noch einiges an Substanz aus den Raketenforschungstagen vorhanden und kann mit festem Schuhwerk und Taschenlampe besichtigt werden.

Auch findet man dort die Überreste der “Uranmaschine” – wenn man sie denn findet. Anbei einige Aufnahmen des Geländes.

Zu sehen sind Versuchsstände für Raketentriebwerke, ein verbunkerter Bahnhof und die Reste von Laboratorien.

Ich war schon länger nicht mehr da und würde Euch dort gerne ein wenig herum führen. Meldet Euch einfach bei mir.

Weitere Fotos gibt es dort.

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9 Antworten

  1. Stephan sagt:

    hallo,

    ich habe deine seite neu entdeckt. danke dafür! ein tolles fundstück! auch wir in brandenburg an der havel können ein paar spannende „lost places“ aufweisen. zum einen sei der alte flughafen briest genannt, zum anderen das alte panzerwerk in kirchmöser…. wir werden berichten. danke für die inspiration!

  2. Kai sagt:

    Hallo Stephan,

    in Brandenburg war ich nocht nicht auf Tour – habe ich aber definitiv mal vor. Bei Euch müsste auch noch eine Ruine einer Großbäckerei zu feinden sein.
    Viele Grüße nach Brandenburg sendet

    Kai

  3. Stephan sagt:

    meinst du die ehemalige bäckerei an der schleuse vom alten elbe-havel-kanal in plaue?

    sag bescheid, wenn du mal hier bist. die brandenblogger sind gerne deine scouts.

  4. Kai sagt:

    Ja, die dürfte es sein.

    Das ist ein Wort.. werde mich gerne melden, wenn ich mal ein freies Wochenende habe…

  5. Stephan sagt:

    gerne!

    von der bäckerei ist aber nur noch das fundament bzw. der sockel zu sehen und besonders groß ist das areal auch nicht. wir hören uns hier mal um….

  6. Marian sagt:

    Hallo zusammen,

    Ich habe diese seite durch zufall gefunden und bin überrascht was alles in mein altem Heimatdorf Kummersdorf Gut ist.

  7. Michael sagt:

    in Wünsdorf gibt es noch die alte Heeresbäckerei, wobei das Getreidesilo letztes Jahr gesprengt wurde – schaut mal auf http://www.panabild.de vorbei – da gibt es nach meiner Erinnerung auch einen Film, der die Sprengung dokumentiert

  8. Thomas sagt:

    Klasse Homepage. Und tolle Bilder von der Heeresversuchsanstalt Kummersdorf. Gruß Thomas

  1. 9. Januar 2012

    […] Euch wissen, erkunde ich in meiner Freizeit gerne verlassene Industrieanlagen, Bunker und andere Lost Places. Je dunkler und verfallener die Gebäude, umso spannender. Essentiell und lebenswichtig dabei […]

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