Breitbandversorgung – eine dicke Leitung für jeden?

Viele Menschen in Ost und West träumen von einem DSL Anschluss samt Flatrate, denn Internet mit einem ISDN Anschluss oder Analogmodem macht zum einen keinen Spass und zum anderen zahlt man sich dumm und dämlich.

Betreibt man womöglich ein Gewerbe und möchte nicht nur privat surfen, so ist die Sache nicht nur ärgerlich, sondern geschäftsschädigend.

Nun hat die Politik das Thema für sich entdeckt: von der Kanzlerin, über unseren Ministerpräsidenten Platzeck bis hin zu Lokalpolitikern werden Versprechen gemacht, die defintiv nicht zu halten sein werden.

Kanzlerin Merkel verspricht 50 MBit Leitungen in jedem Haushalt bis 2018.

Minister Platzeck versorgt ganz Brandenburg bis Ende 2009 ohne Ausnahmen mit schnellem Internet.

Man träumt den Traum vom Highspeed Internet per Funk, so wie beim Pilotprojekt in Wittstock.

Dort wo es schnelles DSL gibt, wird es auch in Zukunft immer schnelelr werden und 50MBit sind dort sicherlich realistisch.  In Orten, wo es bis heute kein DSL gibt und auch keinen UMTS Empfang, wird auch Internet per Funk keine Lösung für die Zukunft sein. Zwar werden die Leute erstmal zufrieden sein, doch 2 MBit sind nichts für die Zukunft. Ich rate dringend davon ab jetzt sinnlos Geld für diese nicht ausgegorene Lösung auszugeben.

Teilweise wird Breitbandinternet so definiert, dass mind. 384kbit vorhanden sein müssen – das kann nicht sein.

Über kurz oder lang müssten es durchaus 6Mbit, wenn nicht sogar 16 MBit sein um den Anschluss an die digitale Welt nicht zu verlieren. Statt nun sinnlos Geld in Pilotprojekte zu stecken, sollte es tatäschlich ein Investitionsprogramm von „oben“ geben.

Die großen Telekommunikationsunternehmen mit eigenen Netzen müssen an den Tisch, die UMTS Anbieter und dann muss an einer realistischen Lösung für eine deutschlandweit verfügbare Breitbandanbindung nachgedacht werden.

Alles andere ist Flickwerk.

Habe übrigens gut reden, denn ich habe sagenhafte 1Mbit hier.

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