Soll Opel gerettet werden?

Die meisten von uns duerften kein Wirtschaftsweiser sein, aber dennoch sind wir diejenigen, die die Steuergelder zahlen, die momentan scheinbar hemmungslos von den Regierungen in Form von Rettungspaketen an die Privatwirtschaft weiterverteilt werden.

Los ging es mit den Banken, die Dank einer grossen Lobby sehr grosszuegig bedacht wurden.
Nun schreit der Automobilbauer Opel auf – er stehe vor der Pleite und benoetigt auch ein wenig Geld vom Staat.

Damit beginnt also das Dilemma, wenn die eine Branche vom Staat unterstuetzt wird, warum dann nicht die Autobranche? Wenn dann die Autobranche unterstützt warum nicht auch die Flugzeugbauer oder der Mittelstand? Wie sieht es mit den Privathaushalten aus? Auch denen geht es häufig schlecht? Kann der Staat mich nicht zinsgünstig aus dem Dispo holen?

Meiner Meinung nach geht der Staat eindeutig zu weit wenn er nun auch noch Opel helfen sollte. Es wurden dort jahrelang Gewinne gemacht, die dann in die USA zur Mutter General Motors abgezogen wurden. Wenn ein Unternehmen keine Rücklagen bildet, so ist es selber schuld.

Wenn das gleiche Unternehmen, das einen Großteil seiner Arbeiten durch Leiharbeiter durchführen lässt, die nur einen minimalen Lohn für volle Leistung bekommen, sich dann wundert, dass sich kaum jemand seine Autos leisten kann und der Absatz einbricht, so muss ich auch sagen: Pech gehabt.

Unsere bisher sehr kühle und berechnende Bundeskanzlerin Merkel sieht nun womöglich die Chance Opel und vor allem die Angestellten duch Griff ins Steuersäckel zu retten. Sie könnte sich nun wie der Altkanzler Schröder bei der „Rettung“ der Firma Holzmann als Retter der Arbeiterklasse profilieren.

Klar ist, dass die Marktwirtschaft gewisse Regeln und Rahmenbedingungen braucht. Klar ist aber auch, dass es der Preis der Marktwirtschaft ist, daß Firmen kommen und gehen. Wenn es halt in Zukunft kein Opel mehr gibt, dann wird sich halt ein VW gekauft und die dortigen Zuliefererfirmen benötigen mehr Mitarbeiter.

Ich bleibe dabei, der Staat soll nicht weiterhin Steuergelder für dubiose Rettungspakete verschwenden, um damit Firmen künstlich länger am Leben zu halten, die ohnehin eingehen werden.

Der Markt wird es schon regeln.

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