Ab heute wird mit Erdgas gefahren

DSC_3090.NEF Was dort links im Bild zu sehen ist, das war mein Zweitwagen. Wie man erahnen kann hatte er eine Begegnung mit einer Leitplanke und ist damit zumindest für mich zu einem wirtschaftlichen Totalschaden geworden.

Keine Sorge, der Fahrerin geht es gut und es ist niemandem etwas passiert. Bis auf ein paar Kratzer an eben dieser Leitplanke und dem zerstörten Golf.

Da wir beide berufstätig sind musste also schnell ein neuer Wagen her. Im Prinzip wäre ja mein Golf ein idealer Kandidat für die Abwrackprämie. Er ist von aus dem Jahr 1991, hatte mich vor vier Jahren um die 1500 Euro gekostet und würde mir so 2500 Euro einbringen.

Also mal schnell die einschlägigen Autoangebote angesehen. Ausgeben wollte ich effektiv maximal 10 000 Euro für einen PKW der nicht unbedingt zu klein ist, denn immerhin soll der neue Wagen mich ab sofort täglich auf meinen Fahrten zur Arbeit begleiten.

Machen wir es kurz: Die ausländischen Neuwagen sprachen mich nicht sonderlich an, ein neuer Golf bzw. Polo wäre als Reimport machbar gewesen, doch die Lieferzeiten sind ja enorm. Also doch mal bei den bekannten Autobörsen wie Mobile.de und Autoscout24.de nach einem Gebrauchtwagen geschaut mit den Kriterien ab Baujahr 2004, maximal 30.000km runter und unter 10.000 Euro, sehr gerne mit werksmäßigem Erdgasantrieb.

Wie kam ich denn nun auf Erdgas?

  • Ich fahre täglich mindestens 120km und
  • Hab vor der Nase direkt eine Erdgastankstelle

Mein Bauch sagte mir, komm kauf dir doch wieder einen schönen BMW E46 – mein Kopf verbot mir das allerdings und so landete ich schließlich bei einem Opel Astra Caravan 1.6 CNG Njoy Caravan.

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Ja Leute, ich weiß. Habe mir früher auch gesagt, dass ich mir niemals eines Opel kaufen werde, aber um ehrlich zu sein so schlecht ist er nicht.

Er ist aus 12/04, hat bisher 26.000km herunter, hat Navi und CD Wechsler, ist Scheckheft gepflegt und wurde bisher bei der Deutschen Telekom als Dienstwagen eingesetzt. In den Automobilbörsen gibt zur Zeit wegen etlichen Leasingrückläufen ein Überangebot dieses Wagens. Der Preis liegt zwischen 7000 und 9000 Euro.

Der größte Vorteil für mich liegt aber im Erdgasmotor. Im Gegensatz zu LPG Gas, welches meist bei nachträglichen Umrüstungen eingesetzt wird, hat Opel den Astra bereits ab Werk mit den Erdgaskomponenten ausgestattet und so stört kein Tank im Kofferraum, da die Gasflaschen unter dem Auto angebracht sind.

Der Opel ist ein typisches Pendlerauto, denn mit einer Erdgasfüllung ( ca. 15 Euro ) kommt er nur ca. 350km weit. Nachdem das Gas alle ist schaltet er dann auf seinen Reservebenzintank um, der nochmals ca. 200km ausreicht. Für mich heißt das also, dass ich jeden zweiten Tag an der Erdgassäule stehe und nachtanke.

DSC_3116-1Von Urlaubsreisen ins Ausland sollte man mit dem Wagen auch absehen, da das Erdgasnetz lediglich in Deutschland recht gut ausgebaut ist.

Seinen großen Trumpf spielt der Wagen bei den Fahrtkosten aus, denn diese liegen bei ca. 4,50 pro 100km, bei meinem Diesel bei ca. 7,50 pro 100km. Dazu kommt dann noch die deutlich günstigere Steuer.

Ab wann sich ein Gasfahrzeug rechnet und wann ein Diesel besser wäre, kann man sich ganz praktisch unter Amortisationsrechner.de online ermitteln lassen.

1 Kommentar

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Test: car2go in Berlin › Der Provinzblogger
8. Mai 2012 um 15:26

[…] wir als 2 Personenhaushalt nur noch ein Auto in Benutzung haben (das Kapitel Erdgasauto ist für mich beendet, aber dazu ein andermal) und ich nicht immer die Öffentlichen Verkehrsmittel nutzen […]

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