Test: Kaffeemühle Solis 960.77 Scala Typ 166

Im Forum Kaffee-Netz.de wird immer behauptet, dass die Kaffeemühle so ziemlich der wichtigste Faktor für guten Kaffee aus einem Siebträger ist.

Bei den Preisen der dort empfohlenen Kaffeemühlen können einem durchaus die Tränen in die Augen schießen, die Einsteigerklasse für gutes Espressopulver geht wohl so bei 150 Euro los und kennt nach oben keine Grenze.

Da ich von Natur aus ein wenig sparsamer bin und ich ohnehin skeptisch gegenüber Meinungen selbsternannter Experten in Foren bin, habe ich also die Empfehlungen ignoriert und mir einfach eine preiswerte Kaffeemühle mit guten Bewertungen bei Amazon bestellt:

Solis 960.77 Kaffeemühle Scala Typ 166 Das war dann also die Solis Scala 166 für 75,98 Euro – also ca. die Hälfte des preiswertesten im Kaffeeforum empfohlenen Gerätes. Und was soll ich sagen?

Ich habe es bereut. Zwar hat die Mühle Dinge wie einen Timer und einen verstellbaren Feinheitsgrad, aber selbst auf der kleinsten Stufe reicht das wohl nur für normales Kaffeepulver.

Versucht man mit der kleinsten Stufe einen Espresso zuzubereiten, so sieht das Endergebnis aus wie Spülwasser. Es bildet sich keinerlei Crema, der Druck im Siebträger liegt bei maximal 11 Bar und der Kaffee fließt nur so durch, selbst wenn man ihn mit dem Tamper extrem fest drückt.

Ein Ausweg aus dem Dilemma und eine Möglichkeit für Espresso geeignetes Pulver aus der Maschine zu bekommen wäre ein Tuning des Mahlwerkes. Wie das geht wird auf dieser Seite hier beschrieben.

Aber selbst damit ist man immer hart am Limit zu schlechter Crema, hat keine Garantie mehr und evtl. eine defekte Mühle.

Die Schlussfolgerung für mich war also:

Die Solis Scala geht nach Ebay und die Graef CM 80 kommt zu mir nach Hause.

Graef CM 80 und Isomac Maverick

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