Die endlose 1&1 Geschichte geht weiter.

Die Geschichte meiner 6 Wochen langen Internetabstinenz dank dem tollen Internetprovider 1und1 kennt ihr ja vielleicht noch und die Reaktion von Marcel D’Avis (Leiter Kundenzufriedenheit) himself auch.

Nach einigen Wochen Ruhe und einigen Mahnungen hat mir nun der Bayerische Inkasso Dienst (BID AG) geschrieben und möchte nun 105,26 Euro von mir haben. Die eigentliche Hauptforderung durch 1&1 war lediglich eine Rechnung in Höhe von 37,24 Euro.

Nunja, lest einfach meine Antwort an die Eintreiber von 1&1:

Sehr geehrte Damen und Herren,

ich bedanke mich für Ihr freundliches Inkassoschreiben vom 11.01.2011.

In diesem Schreiben teilen Sie mir mit, dass eine Hauptforderung seitens 1 &1 in Höhe von 37,24 EUR gegen mich bestünde, die dann durch sonstige Kosten auf mittlerweile 105,26 EUR angestiegen sei.

Des Weiteren informieren Sie mich, dass Ihre Kunden sich die fristlose Kündigung des Dienstleistungsvertrages vorbehält, so dass sich die Gesamtforderung um Schadensersatzansprüche auf 222,75 EUR erhöhen würde.

Dieser Forderung widerspreche ich hiermit!

Fakt ist, dass keinerlei Dienstleistungsvertrag zwischen mir und Ihrer Kundin mehr besteht. Der Vertrag wurde durch mich am 26.10.2010 aus wichtigem Grund gemäß §314 BGB gekündigt, da Ihre Kundin nicht in der Lage war die Störung meines DSL Anschlusses innerhalb von sechs Wochen (!) zu beheben.  Eine Fristsetzung durch mich verstrich und so sah ich mich genötigt diese Kündigung auszusprechen.

Fassen wir also noch einmal zusammen:

1.       Es besteht aus meiner Sicht seit dem 27.10.2010 kein Dienstleistungsvertrag zwischen 1&1 und mir mehr.

2.       Sollten Forderungen aus dem Zeitraum 22.09.2010 bis zum 27.10.2010 offen sein, so bin ich nicht bereit diese zu begleichen, da mir eine Nutzung der vertraglich zugesicherten Leistung nicht möglich war.

Ich möchte Sie bitten allen Beteiligten Zeit und Nerven zu ersparen und zügig einen gerichtlichen Mahnbescheid durch Sie bzw. Ihre Kundin erstellen zu lassen, dem ich dann umgehend widersprechen kann.

Einem möglichen Verfahren sehen mein Anwalt und ich gelassen entgegen.

Mit freundlichen Grüßen

Die ganzen Erklärungen dürften beim Inkasso ohnehin nichts nützen, aber netterweise habe ich die Infos mal kurz erwähnt. Ich hoffe dadurch nicht noch länger durch unsinnige Mahnschreiben behelligt zu werden, sondern gleich in den Ring steigen zu können um für mein recht zu kämpfen.

Was ich nur nicht verstehe, ist dass 1und1 nach dem ganzen Mist den sie veranstaltet haben mir nicht einfach einen Vergleich anbieten…

5 Kommentare

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Becca
14. Januar 2011 um 20:48

Hallo,
ich habe die Geschichte ja mitverfolgt und drück‘ Dir die Daumen das ein fähiger Mitarbeiter Deine Antwort liest. Meine Erfahrung mit Inkasso ist aber: nur ein Schreiben vom Anwalt hilft. Gefühlte „tausend“ Telefonate oder Anschreiben meinerseits nicht. Die behaupten da zwar, sie hätten alles verstanden- aber das ist eine glatte Lüge ^^
Bürokratie scheint irgendwie eine ziemlich seltsame Sache zu sein…

Kai
14. Januar 2011 um 21:16

Hallo Becca,

danke für das Daumen drücken.

Werde das ganze jetzt erstmal bis zum Mahnbescheid durchziehen, dann darf mein Anwalt einen Brief schreiben.

Aber der Support bei 1und1 ist echt das letzte – jeder erzählt einem etwas anders.

Viele Grüße

Kai

Tele
14. Januar 2011 um 22:17

Hallo Kai,

ich mache gerade meine ersten Erfahrungen mit einem Inkassso-Unternehmen, jedoch in einem versuchten Betrug an mir, wie mir scheint. Die Firma, die von mir Geld fordert, ist tatsächlicherweise bereits beim Verbraucherschutz bekannt.

Ich reagiere allerdings nicht auf die Schreiben des Inkasso-Unternehmens. Erst im Falle das ich tatsächlich ein Schreiben von einem Amtsgericht erhalte, werde ich mich zu der Sache gegenüber dem Amtsgericht erklären müssen.

Ich will meine Geschichte an dieser Stelle nicht weiter vertiefen, ich wollte nur auf Becca’s Misere mit den gefühlten 1000 Anschreiben eingehen.

Ich habe Deine 1und1-Geschichte übrigens auch verfolgt, Kai, und wünsche Dir natürlich auch viel Erfolg

Gruß,
Tele

Gonzo
11. Februar 2011 um 00:18

Ist das lustig – habe das Gefühl dass ich meinen eigenen Bericht lese. Hatte gerade erst ein 45 Minuten Gepräch mit einem 1und1 Mitarbeiter. Die Jungs drehen einem das Wort im Mund herum, haben technisch aber wenig Ahnung. Ich glaube das sind die Typen die am Wochenende Heizdecken an Rentner verkaufen. Aber im Ernst – meine Story ist auch sehr lange und ich werde morgen beim Anwalt anklopfen müssen. Werde dann meine story auch versuchen zu publizieren.
Man kann die Leute vor 1und1 wirklich nur warnen.

Das war wohl nichts Herr D’Avis (Leiter Kundenzufriedenheit)–Das Ende meiner endlosen 1&1 Odyssee – Bleibt stark und lasst Euch nicht einschüchtern, Teil, Inkasso, Internet, Vertrag, Kundenzufriedenheit – Der Provinzblogger
25. Februar 2011 um 19:55

[…] Support, Einschalten des ominösen Marcel D’Avis bis hin zum Inkasso ( Teil 1, Teil 2,  Teil 3, Teil […]

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