Erfahrungsbericht Amazon Kindle 4

Amazon Kindle JobsBereits seit Dezember 2011 besitze ich nun den Amazon eBook Reader Kindle 4 und habe dafür mein iPad verkauft. Zu Recht fragt sich sicherlich nun mancher: Braucht der Provinzblogger dringend Bargeld?

Nein, der Grund ist ganz einfach der, dass ich mein iPad nicht so genutzt habe wie ich es beabsichtigt hatte. Meist lag das Tablet wochenlang herum und es wurde entweder als Spielzeug durch die Kinder benutzt oder ich nahm es mit auf Reisen um zu lesen.

Klar kann man auch auf dem iPad lesen, aber durch den Stromverbrauch, das spiegelnde Display und nicht zuletzt durch die Größe wollte keine rechte Freude aufkommen. Ich habe mich also ein wenig zum Thema eBook Reader belesen und besorgte mir zwei Geräte mit e-Ink Dispay. Einmal den Kobo touch für 129 Euro aus dem Media Markt und den Amazon Kindle 4 ohne Touchdisplay zu 99 Euro.

Natürlich hört man über den Kindle sehr viel Kritik, die sich auf den DRM Kopierschutz und das Kindle Format beziehen, aber uns Technikinteressierte hält das Dank der Software Calibre auch nicht auf.

Das ich mich gegen den Kobo touch entschieden habe war eher persönliche Präferenz als Unzufriedenheit. Die Touchfunktion samt Fingerabdrücken benötige ich nicht und den Kindle fand ich etwas besser verarbeitet. Die 30 Euro Aufpreis taten ihr übriges.

Eins vorweg: Den Kindle kann man nicht mit einem Tablet vergleichen, das Display ist wirklich nur auf Textausgabe ausgelegt, das Bild vom Steve dort oben ist das Maximum an Grafik was heraus zu kitzeln ist. PDFs betrachten machte auch nach der der Konvertierung keinen Spaß. Aber für das Lesen von Büchern in der Bahn, im Flugzeug und beim Warten gibt es nichts besseres.

Hier mal ein Größenvergleich mit dem iPhone 4:

Amazon Kindle size iphone4

Der Kindle eReader hat ein 6 Zoll (15cm) E Ink Display und passt somit wunderbar in meine Manteltasche. Beim Preis von 99 Euro muss ich auch nicht soviel Rücksicht darauf nehmen wie auf mein altes iPad.

Das gute Stück wiegt 170 Gramm, ist sehr schmal und der Akku hält sehr lange (ca. 3 Wochen bei täglicher Nutzung) – leider wird nur ein USB Kabel, aber kein Stromadapter mitgeliefert, aber das Aufladen am PC funktioniert auch sehr schnell.

Das gute Stück wird per WLAN, per USB Kabel oder gar per Mail an eine spezielle Adresse bestückt. Die Darstellung ist wirklich sehr gut (aber man ist natürlich auf Licht angewiesen, da im Gegensatz zu Tablets keine Hintergrundbeleuchtung genutzt wird):

amazon kindle menu

Und hier die von mir bereits erwähnte mangelhafte Darstellung von PDF Dateien:

amazon kindle pdf view

Die eingebaute Screenshot Funktion (Tastatur und Menü Knopf gleichzeitig drücken) kann nicht richtig überzeugen. Hier die Übersicht über die vorhandenen Bücher:

amazon kindle library

Dieses Auswahlmenü war bei  Kobo Reader deutlich attraktiver gestaltet, denn man sah dort die Cover der Bücher und nicht nur eine öde, kalte Textwand.

Die Navigation durch ein Buch erfolgt durch Druck auf die großen Seitentasten (Seite vor) bzw. kleinen Tasten (Seite zurück):

amazon kindle side

Der Kindle liegt sehr gut in der Hand nicht zuletzt wegen der leicht gummierten Rückseite. Man sieht es nicht, kann es nur spüren. Eine gute Idee um zu verhindern, dass er versehentlich herunterfällt:

amazon kindle backside

Fazit: Ich glaube man kann meine Begeisterung aus diesen Zeilen herauslesen. Der Kindle hat auch mein Leseverhalten drastisch verändert. Früher kam ich auf maximal 2 Bücher im Halbjahr, so sind es heute 3 im Monat. Es macht einfach Spaß seine ganze Bibliothek in der Jackentasche zu haben, sei es im Berufsverkehr oder im Urlaub. Klar hat ein Papierbuch auch seine Existenzberechtigung, aber ich bin ohnehin nicht so der Sammler. Ich werde in loser Folge weitere Tipps zum Kindle geben, die Software Calibre zur eBook Verwaltung und Konvertierung vorstellen und die besten Bibliotheken berichten, die auch eBooks anbieten und in denen man sich fernanmelden kann.

1 Kommentar

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Das neue iPad: Anstehen, Auspacken, Testvideo, Testfotos › Der Provinzblogger
8. Mai 2012 um 15:28

[…] zugreifen. Zum Lesen werde ich aber nicht zuletzt wegen der Akkulaufzeit und des Gewichtes beim Kindle 4 […]

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