Erster Eindruck: Amazon Echo

Während es das Amazon Echo in den USA schon länger frei verfügbar gibt, kann man es in Deutschland nur auf Einladung kaufen. Der Preis liegt bei 179 EUR, wer als Prime Kunde vorreserviert hat, bekommt 50 EUR Rabatt. Ich war einer der glücklichen, der eine Einladung von Amazon bekam und so habe ich das Gerät gleich bestellt.

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Amazon Echo ist ein Lautsprecher, der per Stimme bedient wird und als Steuerungszentrale für den Haushalt dienen kann. Von Musik hören und Steuern (Amazon Prime Music, Spotify, Tunin), über Wettervorhersagen, To-Do, Listen, Wecker bis hin zu schlechten Witzen kann Alexa unterstützen. Über sogenannte Skills können Drittanbieter ebenfalls Dienste anbieten. Momentan ist diese Sektion in Deutschland noch recht leer, auch eine Zusammenarbeit mit IFTTT ist im Gegensatz zu den USA hier noch nicht möglich.

Zwar spricht man das Gerät nicht mit „Computer“, sondern mit „Alexa“ an, aber es fühlt sich schon ein wenig nach Star Trek an. Erstaunlich ist, dass der Echo auch bei recht laut laufender Musik recht zuverlässig mitbekommt, wenn man nach ihm verlangt.

Die Stimme wirkt sehr angenehm und nicht extrem künstlich, man merkt aber deutlich, dass die KI nicht so ausgereift wie bei Google oder Microsoft ist. Für Alexa ist jeder Befehl in sich abgeschlossen, ein Kontextverständnis konnte ich nicht feststellen. Gelegentlich erfolgt auch einfach kein Feedback.

Ich habe mal ein kurzes Video über meine ersten Versuche mit Alexa gedreht, welches die Benutzung und auch die Baustellen zeigt:

 

 

Theoretisch sollte sich auch meine Philips Hue Beleuchtung über Amazon Echo steuern lassen, die automatische Smart Home Erkennung liefert ja auch genug Ergebnisse wie ihr seht. Mit 3 Birnen haben ich gleich 43 Smart Home Geräte (jede Szene wird einzeln aufgelistet) – nur leider kann ich sie nicht ansteuern.
Amazon Echo und Philips Hue

Kommen wir nochmal zur Soundqualität –  bislang habe ich einen Sonos Play:1 genutzt um mich mit Radio und Spotify beschallen zu lassen. Kann das Amazon Echo die Sonos ersetzen? Aus meiner Sicht kommt es auf die Anforderungen des Benutzers an.

Amazon Echo und Sonos Play:1

Generell kann man die Sonos 1 deutlich lauter fahren und auch der Klang klingt wärmer und der Bass satter. Das heisst nicht, dass die Echo Lösung scheppert oder schlecht ist, ohne den direkten Vergleich wäre ich damit sicher auch ganz zufrieden. Bei der Steuerung per Stimme hat natürlich das Amazon die Nase vorn. Wer jedoch Lautsprechergruppen bilden möchte und mehrere Räume gleichzeitig beschallen, der muss definitiv bei Sonos bleiben.

Da ich nur selten ganz laut Musik höre und auch nur eine Sonos Box habe, werde ich mich vermutlich von Sonos trennen, da mir Echo einfach einen Mehrwert bringt.

Man darf gespannt sein, welche Skills die Echo noch lernt, ob die KI nochmal nachlegt und wie schnell auf Bugs (wie z.B. das radio Eins nicht abgespielt wird) reagiert wird. Nicht zuletzt steht Google Home mit seiner Lösung ja auch schon in den Startlöchern.

 

3 Kommentare

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Balanceisten
29. Oktober 2016 um 16:52

Warum funktioniert der Amazon Echo nicht richtig?

Kai
29. Oktober 2016 um 22:12

Naja, im großen und ganzen funktioniert er ja. Das Problem ist halt, dass ich die richten Schlagworte noch nicht drauf habe.

Michael Bickel
5. November 2016 um 17:42

Ich finde, dass Echo bzw. Alexa erstaunlich gut reagiert. Sowohl Spracherkennung als auch Ausgabe sind sehr gut, die Ausgabe klingt sehr natürlich. Die Spracherkennung ist auch recht flexibel, man muss einfach experimentieren, was so alles geht. Natürlich noch nicht perfekt, aber das wird sicher besser…

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